Loading

Blog

Recent ActivityRecent Activity

Nicht immer sind Forschung und Entwicklung die treibende Kraft

Als Leiter des Rockwell Automation-Zentrums für Forschung und Entwicklung in Prag würden viele behaupten, dass es meine Aufgabe ist, ein Traumtänzer zu sein und mit meinen Gedanken in anderen Sphären zu schweben.

Schon als Kind liebte ich es, nach Problemlösungen zu suchen. Den Hang zum kreativen Denken habe ich noch heute und ich bin sehr glücklich, dass ich meiner Passion auch in meinem Beruf nachgehen kann.

Es ist sehr aufregend zu sehen, dass Dinge, an denen mein Team und ich vor 10 Jahren gearbeitet haben, heute zu Industrienormen werden, wenn wir die Änderungen, die nun möglich werden, umsetzen.

Unser Forschungs- und Entwicklungszentrum hier in Prag spricht Empfehlungen aus, in welche Richtung Technologie erforscht und bereitgestellt werden sollte. Dabei werden internationale Unternehmensstrategien und Priorisierungsprozesse berücksichtigt. Der Schwerpunkt liegt stets bei unseren Kunden und deren Anforderungen.

Die digitale Revolution hat verändert, wie die meisten von uns Tag für Tag die Dinge angehen. Verbrauchertechnologien sind dabei lediglich der Anfang – im Moment werden auch immer mehr industrielle Anwendungen mit digitalen Funktionen ausgestattet und versprechen eine regelrechte Revolution der Art und Weise, wie die Gesellschaft in der modernen Welt arbeitet.

Für Forscher und Entwickler in der Industrie, zu denen auch ich zähle, ist es nur schwer vorstellbar, dass es jemals eine aufregendere Zeit für Zukunftsvisionen gab als das Hier und Jetzt. Das IIoT hat ein neues Universum an Möglichkeiten eröffnet und wir müssen ehrlich gesagt unsere nächsten Projekte sehr sorgfältig auswählen.

In der Beziehung zwischen Industrie und Forschung und Entwicklung war schon immer mal die eine und mal die andere Seite die treibende Kraft.

Manchmal, z. B. bei einigen umprogrammierbaren, autonomen Systemen, die heute in der ganzen Industrie implementiert sind, hatten wir den Erfolgsnachweis schon lange erbracht, bevor die Industrie bereit war, die Technologie zu akzeptieren.

Wir mussten warten, bis die Industrieunternehmen ihre Werksarchitektur so umgestaltet hatten, dass die Voraussetzungen erfüllt waren. Das Gleiche könnte man über unser eigenes Konzept des Connected Enterprise behaupten – nur in einem wesentlich größeren Maßstab. Es ist eine Untermauerung von allem, was das IIoT anbietet, da es den Datenfluss in modernen Industriewerken ermöglicht.

Wir hatten unsere Technologien und Software schon lange in diese Richtung gelenkt und zusammengeführt, noch bevor irgendwer über das IoT sprach – ganz zu schweigen vom IIoT.

Es gibt aber auch Zeiten, in denen nicht Forschung und Entwicklung, sondern die Anforderungen der Industrie die treibende Kraft sind. Vielleicht ist Neugier hinsichtlich „des Möglichen“ der Vater der Invention, doch die Mutter – so sagt man – ist stets die Notwendigkeit.

Ich kann hier natürlich nicht zu viele Geheimnisse ausplaudern, da Forschung und Entwicklung eine der Möglichkeiten sind, wie sich Unternehmen wie unseres einen Wettbewerbsvorteil sichern.

Doch Technologien und Ingenieure in der Industrie arbeiten von Haus aus auch sehr gerne zusammen. Wir stehen alle auf den Schultern von Giganten, die die Systeme und Technologien erstellt haben, auf denen wir aufbauen.

Man könnte sogar sagen, dass sich der „gemeinschaftliche Wettbewerb“ in unserer Arbeit im Czech Institute of Informatics, Robotics and Cybernetics (CIIRC) widerspiegelt. Wir unterstützen dort das Rockwell Automation Distributed Intelligence Control-Labor (RADIClab).

Studenten und Rockwell Automation-Ingenieure arbeiten im RADIClab gemeinsam an Forschungsprojekten. Doch es gibt auf dem gleichen Campus auch Kollaborationen zwischen anderen Laboren, die wiederum von anderen Automatisierungsunternehmen unterstützt werden.

Hier in Prag herrscht ein gesundes Wettbewerbsklima, das die Innovation fördert und am Leben hält.

Wenn ich gefragt werden, woran ich gerade arbeite, kann ich antworten, dass ich mit meinen Gedanken in anderen Sphären schwebe – oder zumindest in der Cloud.

Ich glaube nicht, dass ich ein Geheimnis verrate, wenn ich behaupte, dass die Zukunft des IIoT in der Cloud liegt – doch es gibt wesentlich interessantere Forschungs- und Entwicklungsprojekte für Unternehmen wie Rockwell Automation und seine Kooperationspartner bei Cisco und Microsoft, um alle Arten von Datenschutz- und gesetzlichen Hürden auszuräumen, bevor die Technologie in der gesamten Industrie akzeptiert wird.

Unsere Einrichtung in Prag hat die Entwicklung einer der aufregendsten cloud-basieren Lösungen und Services vorangetrieben, die im Moment auf den Markt kommen.

Ein Blick in die Zukunft gefällig? … Die ersten, die diese Technologie eingeführt haben, beginnen bereits damit, die Cloud zu optimieren.

Unternehmen, deren Systeme räumlich weit auseinander liegen – beispielsweise in der Öl- und Gasindustrie und bei internationalen Maschinen- und Anlagenbauern, deren Kunden ihre Maschinen auf der ganzen Welt einsetzen möchten (in diesem kurzen Clip erfahren Sie, wie das geht).


Jan Bezdicek
Jan Bezdicek
Director of Research & Development, Rockwell Automation
Subscribe

Subscribe to Rockwell Automation and receive the latest news, thought leadership and information directly to your inbox.

Recommended For You